Dienstag, 24. Februar 2026

Start ins Jahr 2026

Unser Jahr 2026 begann mit ein paar erholsamen freien Tagen in einem unserer Lieblingsorte in Kambodscha - Battambang. Gleich am 1. Januar, Morgens machten wir gemeinsam Sport auf dem öffentlichen Spielplatz und den Sportgeräten dort und beteten wir auch für das neue Jahr. Auch die Fahrt mit der Bambusbahn und Catan spielen im Sonnenuntergang auf der Dachterrasse unseres Hotels, durfte nicht fehlen. Wie schön alles noch einmal bewusst, zum letzten Mal erleben und machen zu können.
Das erste Mal dagegen fuhren wir einen Tag in die drei Stunden entfernten Cardamonberge und besuchten unter anderem die höchste Brücke Kambodschas.
Mit neuer Kraft kehrten wir nach Siem Reap zurück und starteten wieder zurück in den Alltag.






Lena hatte es im Januar faustdick hinter den Ohren. Sie log Mama zweimal an und spielte mit ihrer Cousine, die zu Besuch kam, ihren ersten Streich. Sie versteckten sich beide in der Abstellkammer und zerpflückten eine weiße Styropoplatte in hunderte kleine Teile.
Sie kann aber auch zuckersüß sein und bringt uns oft zum Lachen. Sie sagt zum Beispiel immer "Übenschwimmen" statt "schwimmen üben", obwohl wir sie schon sehr oft korrigiert haben. Außerdem sagte sie, als sie mit Papa zu Hause war: "Ach, ist das Leben schön!" Als Papa nachfragte: "Was hast du gesagt?", antwortete sie nur: "Ich habe mit Gott geredet." 😄😍
Außerdem kam sie, nachdem sie Hände und Gesicht nach dem Mittagessen gewaschen hatte, zu Papa und fragte: "Ist irgendwo nix mehr?" (Für: Ist noch irgendwo etwas?) 😄
Eines Morgens als Lena noch am Frühstückstisch sitzt und Papa schon Sachen wegräumt, sagte Lena: "Es ist spannend und langweilig." Papa: "Was ist spannend und langweilig?" Lena: "Na mein Leben ist spannend und langweilig!" 😄
Ihre Kuscheltierkatze ist gerade ihr Lieblingsspielzeug. Sie bekommt von ihr ganz oft einen Katzenklettsicker angeklebt - den "Supersticker" - für "die beste Katzi" oder "Superkatzi".



Abschied von unserer koreanischen Kollegin,
die für drei Monate nach Korea ging




mit Mama beim Pakete packen für Flüchtlinge

Mia war in diesem Monat viel übel, weil unser Auszug aus unserem Haus kurz bevor stand und der Umzug in eine Wohnung. Der innerliche Stress wirkt sich bei ihr oft durch Übelkeit aus. Als es ganz schlimm war weinte sie und bat darum kuscheln zu dürfen.
Wir waren als Familie ziemlich gestresst und haben oft nicht liebevoll miteinander geredet. Gemeinsam mit Mama haben Lena und Mia deshalb ein Bild für den Kühlschrank gebastelt mit dem Wort "Freundlichkeit". Daraufhin sagte Mia: "Es wirkt schon. Immer wenn ich es anschaue, dann wird mein Herz ganz weit."
Sie war total stolz, als sie eine Auszeichnung von der Schule erhielt und "Star des Monats" ihrer Klasse wurde dafür, dass sie anderen immer freundlich und mit Respekt begegnet und sich um andere kümmert. Sie hat auch einen tollen Brief an Gott geschrieben. 






Zoe hatte viel Spaß daran, das vogtländische Lied "Wenn is Rachermannel nabelt" und die deutsche Hymne zu lernen. In der Schule liebt sie es nun mit ihren Klassenkameraden Fußball zu spielen.




Unsere Fensterfront war im Januar total voll behängt mit allen Weihnachtsbasteleien, die die drei hergestellt hatten. Außerdem konnten sie zu dritt stundenlang "Freundinnen spielen" und haben die tollsten Abendteuer in ihrer Fantasie miteinander erlebt. Gemeinsam haben wir angefangen für Deutschland Legosets wieder fertig zusammen zu stellen und kurz vor unserem Auszug haben die Mädels noch einmal ein Cafe zum Frühstücken in unserem Hof eröffnet.






Zu Weihnachten hatte uns eine Freundin geschenkt mit uns einen Ausflug zu den Ratten zu machen, die einer Organisation beim Entminen von Land helfen. Auch waren wir zu zwei Geburtstagsfeiern an den Wakepark eingeladen.
Außerdem haben wir noch einmal eine 12km lange Fahrradtour in Angkor Wat gemacht, bevor es zu heiß dafür wird.
Beim Teamausflug zum Schmetterlingsparadies konnten wir viele Tiere bewundern.










Und dann kamen zwei Onkels, eine Tante, eine Cousine und ein Cousin zu Besuch. Die Mädels haben die Zeit sehr genossen. Besonders Lena hat uns überrascht damit, dass sie mit ihrer Cousine stundenlang selig spielen konnte und dabei sehr viel redete. Die vielen schönen Dinge, die wir mit ihnen erlebt haben, werden wir im Herze tragen.
 
 
mit Onkel Noah beim Fußballspiel
 
Und dann kam der Februar und damit die Aufgabe in eine Wohnung umzuziehen und unser Haus leer zu räumen. Wie wir das bewältigt haben, könnt ihr im nächsten Blogeintrag lesen.
 

Mittwoch, 4. Februar 2026

Das letzte Weihnachten in Kambodscha

Dezember ist ein schöner Monat in Kambodscha. Es ist angenehm kühl, überall weihnachtet es und Zoe und Mia haben drei Wochen Schulferien. 
 
Lena hat unglaublich viele "Hütten" für sich und ihre Kuscheltiere gebaut. Tiere aller Art machen sie glücklich. 
 
 
 
 
 
 
Mia hat das erste Drittel des Schuljahres gut gemeistert. Nur in Mathe müssen wir investieren. Mit der deutschen Fernschule hat sie den Schreibschriftkurs abgeschlossen. Nun muss sie weiterhin Schreibschrift schreiben, um darin geübter zu werden. Außerdem geht es nun weiter mit deutscher Rechtschreibung im Deutschunterricht. In der Schule hier vor Ort hat sie ein "Riesenrad" gebaut. 
 
 
 
 
 
Zoe freut sich eine beste Freundin zu haben. Sie heißt Mia. Ihr Papa kommt aus Norwegen und ihre Mama aus Australien. Auch Zoe hat das erste Drittel des Schuljahres gut gemeistert und auch sie muss weiterhin besonders in Mathe investieren. Auch sie kommt beim Deutschunterricht gut voran und schreibt in den zweiwöchentlichen Tests immer Einsen oder Zweien. In der Schule hat sie Zahnräder gebaut. 
 
 
 
 
Dank des kühlen Wetters haben sie als Geschwister viel draußen gespielt. Als "Freundinnen" erleben sie viele Abenteuer wenn sie gegen die "Pupshasen" und "Schageldabagis" kämpfen. 
Außerdem haben sie mehrmals mit geholfen Essenspakete für Flüchtlinge zu packen. 
 
 
 
In der Advents- und Weihnachtszeit hatten wir Freunde da zum Plätzchen backen und zum Weihnachten feiern. Wir haben gebastelt, gemalt, uns über viele Pakete aus Deutschland gefreut und sind an besonders schöne Plätze in Siem Reap gegangen. In der Gemeinde haben Zoe und Mia beim Weihnachtsprogramm mitgewirkt und bei der Weihnachts-Tuk-Tuk-Parade haben wir tolle Tuk-Tuks bewundert. 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zu Heiligabend selbst haben wir am Nachmittag als Deutsche gemeinsam Plätzchen gegessen, Punsch getrunken und Weihnachtslieder gesungen. Am Abend haben wir dann mit Teamkollegen und Freunden bei uns im Hof gegrillt. 
 
 
 
Guten Freunden haben wir zu Weihnachten einen gemeinsamen Besuch im 3D-Museum geschenkt und haben tolle Bilder zusammen gemacht.  
 
 
 
 
 
Da es so angenehm kühl war, sind wir mit Freunden zu einem Wasserfall gewandert und haben Tempel aus der Angkor Wat-Zeit besucht, die etwas weiter weg sind. Bei einer Veranstaltung in Siem Reap konnten die Kinder das Töpfern auf der Scheibe ausprobieren. Natürlich waren auch immer wieder Freunde da. 
 
 
 
 
 
 
 
 



Durch den Krieg mit Thailand konnten wir nicht wie geplant für ein paar Tage an die thailändische Grenze fahren. Stattdessen sind wir zu einem großen Wasserfall, 90 Minuten entfernt von Siem Reap gefahren, haben dort in der Nähe für eine Nacht gezeltet und sind dann weiter gefahren zu einem Projekt, welches den Regenwald schützt. Dort haben wir in einem Baumhaus, 9m über dem Boden, geschlafen, sind durch den Wald spazieren gegangen und haben Tiere beobachtet. Zum Abschluss sind wir auf dem Heimweg noch bei einem alten Tempel aus der Angkor Wat-Zeit vorbei gefahren.

 
 
 
 
 
 
Es war ein abenteuerlicher Trip, aber leider nicht sehr erholsam für Mama und Papa, die unbedingt eine Pause brauchten. Deshalb waren wir sehr dankbar, dass zwischen Kambodscha und Thailand eine Waffenruhe vereinbart wurde und wir über Neujahr doch noch sehr spontan für ein paar Tage in die Nähe der Region fahren konnten, wo wir ursprünglich hinfahren wollten. Die Bilder davon zeigen wir euch dann im nächsten Blogeintrag...