Freitag, 29. Januar 2021

Wieder zu Hause im neuen Zuhause...

Pünktlich zu unserem Umzug wurden in Kambodscha Coronabedingt alle Schulen und Kindergärten vorübergehend geschlossen. So hatte Zoe viel Möglichkeit beim Sachen schleppen zu helfen. Während Mia den Umzug als eher anstrengend erlebte, war Zoe mit Feuer und Flamme dabei. Trotzdem waren wir froh, dass sie an manchen Vormittagen bei Freunden spielen konnte.

 
Zoe und Mia freuen sich sehr über mehr Platz und dass sie einen Hof haben, wo sie spielen können. Ihre neue Matschküche ist der Hit.
 
 
 
Zoe ist stolz ein eigenes Zimmer zu haben und schläft ohne Probleme allein dort.
Trotzdem ist ihnen der Abschied vom alten Haus schwer gefallen. Als Hanna sie tröstete und ihr sagte, dass wir doch unsere Vermieter weiterhin besuchen können, sagte Zoe: "Wenn man umzieht, dann zieht man um." Sie dachte wohl, dass wir nie wieder dorthin zurückkehren würden, doch wir waren schon oft wieder im alten Haus, weil wir dort noch sechs Wochen unsere Wäsche wuschen, aber auch um unsere alten Vermieter zu besuchen. Wie gut, dass ein Umzug nicht immer endgültiger Abbruch aller Beziehungen bedeutet, denn so erleben sie es oft, wenn ihre Freunde in ihre Heimatländer zurück gehen.
 

Trotz des Umzugs haben wir uns bemüht, die Advents- und Weihnachtszeit bewusst zu erleben. Wir haben Plätzchen gebacken...

 
 
...Weihnachtskarten gebastelt...


 
 
...dekoriert, Weihnachtslieder gesungen und Weihnachtsmänner getroffen.



 
 
Ihr Lieblingsweihnachtslied war dieses Jahr "Eine Muh, eine Mäh" und "Go tell it on the mountains". Dazu konnte man so schön tanzen.
Große Freude bereiteten uns auch die vielen Pakete, die wir von Deutschland erhalten haben.
 

Kurz vor Weihnachten haben wir mit erhaltenem Weihnachtsgeld einen besonderen Ausflug gemacht, um Elefanten hautnah zu begegnen.



 
 
Heiligabend haben wir mit den Bridge of Hope-Mitarbeiter-Familien verbracht.

 
Am 25.12. haben wir als Familie lecker gekocht und am Nachmittag eine Fahrradtour gemacht.



Am 26. hatten wir morgens Freunde zu Besuch und nachmittags andere Freunde besucht. Da haben wir die Gemeinschaft so genossen, dass wir vergessen haben Bilder zu machen.
Bevor es am 28.12. für Papa wieder zur Arbeit ging haben wir den Rest des Weihnachtsgeldes benutzt, um einen großen Wunsch unserer Kinder zu erfüllen - mit Siem Reaps neuem Riesenrad zu fahren.
 


 
 
Leider endete das Jahr traurig, denn gute Freunde sind in eine andere Provinz gezogen.
 

Ein weiterer Abschied wirft seine Schatten voraus. Unsere heißgeliebte Freundin Claudia wird Ende Februar in die Schweiz zurück ziehen. Zoe und Mia lieben sie so sehr, dass die Eltern ohne Probleme ausgehen können, wenn Tante Claudia zum Spielen da ist.

 
 
Mia bereitet uns viel Freude mit all den lustigen Sachen, die sie sagt. Sie sagt nun "Tomaten" statt "Nganga", "jertig" (fertig) und "Joller" (Roller). Sie fragt viel "Mama machst du?", "Mama ist das?"  und sagt "Ich bin wieder da" und "ganz kuschelig weich". So ganz nebenbei hat sie begonnen nachts ohne Windel zu schlafen. Sowieso will sie alles allein machen und ändert ihre Meinung ständig. Sie liebt es Gemüse mit Salatsoße zu essen.
 

 
 
Nach gerade einmal einem Monat im Kindergarten, musste Zoe nun wieder zu Hause bleiben. Gestört hat sie das nicht sehr, besonders da sie so tolle "Hausaufgaben" bekommen hat...
 
 
...und sie viel Zeit hatte, mit ihren Freundinnen zu spielen.
 
 
 
Da ihre Kindergarten-Gruppenleiterin nur vorübergehend dort gearbeitet hat, bis im Januar die eigentliche Leiterin wieder übernimmt, hat sie die Kinder zu sich nach Hause zu einer kleinen Weihnachtsfeier inklusive Krippenspiel eingeladen. Zoe spielte einen der Weisen.
 
 
Auch die Schule, an die der Kindergarten angegliedert ist, hat eine kleine Open Air-Weihnachtsfeier für jeweils vier Familen veranstaltet. Dort realisierte Zoe, wie sehr sie den Kindergarten vermisst und dass ihr der Abschied von ihrer Gruppenleiterin schwer fällt.

 
 
Auch Ballett pausiert gerade. Die Lehrerin ist vorübergehend ins Ausland gegangen. Es ist noch nicht klar ob und wann es wieder los geht.


Arme Zoe...was für ein emotionaler Dezember. Manchmal ist es nicht leicht ein "Third Culture Kid" zu sein. Wir sind stolz auf sie, dass sie immer wieder viele Gründe findet, sich am Leben zu freuen.