Freitag, 28. Oktober 2022

Zu fünft...

Wir freuen uns sehr, dass wir nun endlich zu fünft sind, aber erst einmal erzählen wir, wie der Monat begonnen hat...
 
Mia hatte gemischte Gefühle was den Kindergarten anging. Einerseits freute sie sich darauf auf dem tollen Spielplatz zu spielen, andererseits wusste sie nicht, ob sie es schaffte ohne Mama oder Papa dort zu bleiben. Doch schon am ersten Tag fühlte sie sich so wohl, dass Papa gehen konnte als sie mit ihren Erzieherinnen auf den Spielplatz ging. Eine Stunde später holte er eine glückliche Mia wieder ab. Jeden Tag konnte Papa etwas eher gehen und am 4.Tag ging sie schon ganz allein. Sie fühlt sich total wohl und wird von vielen Kindern geliebt. Manche kommen sogar in die Gaderobe, um sie zu umarmen, wenn sie ankommt. Das tut ihrem Selbstbewusstsein total gut. Seitdem sie in den Kindergarten geht, ist sie deutlich weniger schüchtern als vorher.
 
Auf geht's zum ersten Kindergartentag
 
Wir feiern den ersten Kindergartentag
mit einem Mittagessen auf dem Balkon
 
Mia vor ihrem Kindergarten
 
Am 30. September hat Mia gelernt Fahrrad zu fahren. Sie brauchte dazu keine Stützräder und auch kaum Hilfe von Papa. Da sie eine begeisterte Laufradfahrerin war, ging es super schnell. Trotzdem haben wir total gestaunt.
 
 
 
Sie wurde von einer Freundin aus der Gemeinde zum Kindergeburtstag eingeladen...
 
 
...und erstaunte uns bei Arztbesuchen wie mutig und fröhlich sie die Situation meistert.
 
 
Sie sagt immer wieder lustige Sachen wie: "Ich bin eine Turnhallerin." (Turnlehrerin), oder: "Der Junge hat mich ganz schön auf die Nerven gebracht." (genervt)
 
Unser Leben in Kambodscha bleibt ihr präsent. Sie sagte zu Papa: "Warum hat in Kambodscha niemand Geschirrspüler? Das verstehe ich nicht..." und zu Oma: "Wenn wir in Kambodscha sind, werden wir euch vermissen."
 
Auch Zoe geht ganz souverän jeden Tag in die Schule und fühlt sich wohl. Daran, dass sie abends sehr lange braucht um einzuschlafen, sehen wir, dass es trotzdem ein großer Kraftakt für sie ist. Im September konnte sie jeden Tag mit ihrem Cousin und ihrer Cousine in die Schule und wieder heim laufen. Die Gemeinschaft mit ihnen unterwegs genießt sie sehr. Es werden Schnecken gerettet, Feuerkäfer gefangen und Kastanien gesammelt. In der Schule sitzt sie ganz hinten neben einen Mädchen, dass Leni heißt.
 
 
Mit der Schule haben wir nun vereinbart, dass sie Montag, Dienstag und Freitag am Unterricht teilnimmt, am Mittwoch und Donnerstag unterrichten wir sie zu Hause nach dem englischen Programm ihrer Schule in Kambodscha.
 
 
So hat sie Mama gemalt:
 
 
Als Mia und Papa beim Kindergeburtstag waren, machten Mama und Zoe einen Ausflug in die Natur.
 
 
 
Mit ihrer Cousine hat Zoe ein sehr leckeres Essen für uns und unsere Gäste gezaubert.
 
 
Im September veranstaltete ihre Schule eine Zirkuswoche mit einer tollen, abschließenden Show. Zoe war Teil der Piratendarstellung. Sie hat die Woche sehr genossen und sagte, dass sie sich wünschen würde, dass jede Woche Zirkuswoche ist.
 
 
Eine lustige Situation war, als sie ihre Brille suchte und sie bereits auf ihrer Nase saß. Wie schön, dass sie sich so schnell daran gewöhnen konnte.
 
Auch sie vermisst Kambodscha. Als wir letztens ihre Freundin zum Geburtstag anriefen, waren alle ihrer Freunde zum feiern bei ihr. Da wollte sie nicht mit ihnen reden, weil sie sie so vermisste und gerne mitgefeiert hätte.
 
Wir haben uns gefreut, dass wir dieses Jahr mit Oma und Opa und der ganzen Großfamilie Apfelsaft pressen konnten. Das war ein besonderes Erlebnis - vom Äpfel auflesen, waschen, pressen, Saft kochen und abfüllen konnten wir alles mitmachen. Noch warm verkauften die Kinder auf eigene Initiative den Saft vor dem Haus und haben eine ordentliche Summe Geld eingenommen.
 
 
 
 
 Auch sonst konnten wir so einiges erleben. Wir waren auf dem Feuerwehrfest,...
 
 
 
...machten tolle Familienbilder in der Natur...
 
 
 
 
 
...und genossen auch sonst viel Zeit mit Cousins, Cousinen, Omas und Opas oder einfach als Familie in der Natur.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir haben viele Leute besucht...
 
 
 
...und konnten beobachten, wie ein Kalb geboren wurde.
 
 
 
Wir haben es sogar noch geschafft, einen Gipsabdruch von Mamas Babybauch mit einem Handabdruck von Zoe & Mia zu machen.
 
 
Auch ein paar Krankheiten gab es zu überstehen.
 
 
Mama & Papa konnten alle geplanten Vorträge halten.
 
 
Und dann war es endlich soweit: Am 24.9. wurde Lena Marie Groß um 5:33 Uhr geboren. Wie gut, dass Oma so flexibel war und die Nacht bei Zoe & Mia verbrachte, während Mama und Papa zur Geburt im Krankenhaus waren. Lena wurde, wie ihre beiden Schwestern, in der Wanne geboren, war 49cm lang und 2960g leicht. Leider wurde nach der Geburt ein niedriger Blutzuckerspiegel festgestellt. Deshalb wurde sie mit Mama zusammen auf die Kinderstation verlegt und bekam eine Glukoseinfusion. Deshalb durften Zoe & Mia sie leider nicht besuchen. Aber Lena entwickelte sich gut und Mama ging es auch gut und so wurden sie planmäßig nach drei Tagen entlassen.
Leider durften Zoe und Mia am Anfang mit ihrer Schwester nicht so sehr kuscheln, wie sie eigentlich wollten, weil sie ziemlich stark erkältet und Zoe auch Bindehautentzündung hatte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Was wir als Familie im Oktober erlebt haben, berichten wir bald...
 

Dienstag, 13. September 2022

Einleben...

Die erste Augustwoche haben wir als Familie noch bei unserer sendenden Organisation bei Frankfurt verbracht. Doch dann kehrten wir zurück in unseren Heimatort. Hanna bekam Wehen in der 34. Schwangerschaftswoche und sollte mehr ruhen. Deshalb konnten wir nicht mehr viele Menschen besuchen, sondern haben eher organisatorische Dinge und Arzttermine erledigt. Außerdem haben wir uns Zeit genommen damit Zoe & Mia Beziehung bauen konnten zu Großeltern, Cousinen, Cousins, Tanten und Onkel. Das hat sehr geholfen beim Einleben.
 
Trotzdem konnten wir auch einiges als Familie unternehmen. Wir lieben IKEA. Während die Kinder fröhlich spielen, können Mama und Papa in Ruhe einen Kaffee trinken und sich unterhalten.
 
 
 
Auch einen kurzen Besuch in Leipzig und Dresden konnten wir noch machen.
 
 
 
Zoe und Mia sind dankbar, dass sie sich gegenseitig haben. Sie benutzen sich oft auch als Ventil, um Stress abzubauen und so gab es einerseits viel Streit und Tränen, andererseits aber auch viel seliges zusammen Spielen. Sie kennen die gleichen Leute, fühlen sich in Deutschland und in Kambodscha wohl und wissen wovon der andere redet, wenn er etwas aus Kambodscha vermisst. Wie schön, dass sie nun auch in Deutschland gemeinsam Erlebnisse machen, woran sie sich dann zusammen in Kambodscha erinnern können. Sie genießen die vielen Spielplätze und waren letztens sogar Pferdereiten. Sie sagten, dass es wunderschön wäre, wenn sie einfach in einem kleinen Dorf wohnen würden mit allen Leuten, die sie kennen. Das zeigt, dass sie innerlich zerrissen sind zwischen Wohlfühlen in Deutschland und das Vermissen von ihren Freunden und dem Leben in Kambodscha.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mia hatte im August viele Wutausbrüche und konnte ein richtiger Dickkopf sein. Sie erkennt die Zahlen von 1-9 geschrieben und wenn ihr Name irgendwo steht. Sie freut sich wenn sie ihre gleichaltrige Cousine treffen kann und darauf bald mit ihr in den Kindergarten zu gehen. Die ganzen tollen Bastelsachen hier in Deutschland bereiten ihr viel Freude.






Zoe hat eine gute Beziehung zu ihrem Cousin aufgebaut, mit dem sie in eine Klasse geht. Mit einem anderen Cousin und Cousine kann sie jeden Tag in die Schule und zurück laufen und mit zwei weiteren Cousinen, die auch in unserem Ort wohnen, trifft sie sich gerne zum Spielen.




Der englische Unterricht zu Hause macht mal mehr, mal weniger Spaß. Als die deutsche Schule Ende August losging, haben wir erst einmal vier Wochen pausiert.


Auch Zoe liebt all die tollen Bastelsachen hier in Deutschland.
 


Bei ihr wurde eine leichte Sehschwäche festgestellt. Deshalb ist sie nun stolze Besitzerin einer lila Brille.

Zoe und Mia sind reich beschenkt mit einer großen Verwandschaft. Wenn sie mit ihren Cousinen und Cousins zusammen sind, kommt keine Langeweile auf.




Ende August konnte Zoe zum 2. Mal Schulanfang feiern. Anders als letztes Jahr in Kambodscha, wurde es diesmal eine große Familienfeier zusammen mit ihrem Cousin. Zoe gefällt es sehr gut in der Schule. Nur, dass ihre Lehrerin so viel mit den anderen Schülern schimpft und "relativ streng" ist, findet sie anstrengend.

Als Papa nach dem ersten Schultag fragt: "War es heute anstrengend so viele neue Leute kennenzulernen?", antwortet Zoe: "Nein! Du weißt doch, dass es für mich nicht anstrengend ist neue Leute kennenzulernen." Trotzdem ist sie nun nach vier Stunden Schule am Morgen sehr müde und braucht schnell etwas zu Essen und dann erstmal etwas Ruhe, bevor sie am Nachmittag unbedingt mit vertrauten Menschen eine Runde an die frische Luft muss.









Anfang September stand für Mia Kindergarteneingewöhnung an. Davon erzählen wir euch im nächsten Blog.

Nun sollte es nicht mehr lange dauern bis das Baby geboren wird. Wir freuen uns alle sehr darauf.