Die erste Augustwoche haben wir als Familie noch bei unserer sendenden Organisation bei Frankfurt verbracht. Doch dann kehrten wir zurück in unseren Heimatort. Hanna bekam Wehen in der 34. Schwangerschaftswoche und sollte mehr ruhen. Deshalb konnten wir nicht mehr viele Menschen besuchen, sondern haben eher organisatorische Dinge und Arzttermine erledigt. Außerdem haben wir uns Zeit genommen damit Zoe & Mia Beziehung bauen konnten zu Großeltern, Cousinen, Cousins, Tanten und Onkel. Das hat sehr geholfen beim Einleben.
Trotzdem konnten wir auch einiges als Familie unternehmen. Wir lieben IKEA. Während die Kinder fröhlich spielen, können Mama und Papa in Ruhe einen Kaffee trinken und sich unterhalten.
Auch einen kurzen Besuch in Leipzig und Dresden konnten wir noch machen.
Zoe und Mia sind dankbar, dass sie sich gegenseitig haben. Sie benutzen
sich oft auch als Ventil, um Stress abzubauen und so gab es einerseits
viel Streit und Tränen, andererseits aber auch viel seliges zusammen Spielen. Sie kennen die gleichen Leute, fühlen sich in Deutschland und
in Kambodscha wohl und wissen wovon der andere redet, wenn er etwas aus
Kambodscha vermisst. Wie schön, dass sie nun auch in Deutschland
gemeinsam Erlebnisse machen, woran sie sich dann zusammen in Kambodscha
erinnern können. Sie genießen die vielen Spielplätze und waren letztens
sogar Pferdereiten. Sie sagten, dass es wunderschön wäre, wenn sie
einfach in einem kleinen Dorf wohnen würden mit allen Leuten, die sie
kennen. Das zeigt, dass sie innerlich zerrissen sind zwischen Wohlfühlen
in Deutschland und das Vermissen von ihren Freunden und dem Leben in
Kambodscha.
Mia hatte im August viele Wutausbrüche und konnte ein richtiger Dickkopf sein. Sie erkennt die Zahlen von 1-9 geschrieben und wenn ihr Name irgendwo steht. Sie freut sich wenn sie ihre gleichaltrige Cousine treffen kann und darauf bald mit ihr in den Kindergarten zu gehen. Die ganzen tollen Bastelsachen hier in Deutschland bereiten ihr viel Freude.
Zoe hat eine gute Beziehung zu ihrem Cousin aufgebaut, mit dem sie
in eine Klasse geht. Mit einem anderen Cousin und Cousine kann sie jeden Tag
in die Schule und zurück laufen und mit zwei weiteren Cousinen, die auch
in unserem Ort wohnen, trifft sie sich gerne zum Spielen.
Der englische Unterricht zu Hause macht mal mehr, mal weniger Spaß. Als die
deutsche Schule Ende August losging, haben wir erst einmal vier Wochen
pausiert.
Auch Zoe liebt all die tollen Bastelsachen hier in Deutschland.
Bei ihr wurde eine leichte Sehschwäche festgestellt. Deshalb ist sie nun stolze Besitzerin einer lila Brille.
Zoe und Mia sind reich beschenkt mit einer großen Verwandschaft. Wenn
sie mit ihren Cousinen und Cousins zusammen sind, kommt keine Langeweile
auf.
Ende August konnte Zoe zum 2. Mal Schulanfang feiern. Anders als letztes
Jahr in Kambodscha, wurde es diesmal eine große Familienfeier zusammen
mit ihrem Cousin. Zoe gefällt es sehr gut in der Schule. Nur, dass ihre
Lehrerin so viel mit den anderen Schülern schimpft und "relativ streng" ist, findet sie
anstrengend.
Als Papa nach dem ersten Schultag fragt: "War es heute anstrengend so
viele neue Leute
kennenzulernen?", antwortet Zoe: "Nein! Du weißt doch, dass es für mich
nicht anstrengend
ist neue Leute kennenzulernen." Trotzdem ist sie nun nach vier Stunden Schule am Morgen sehr müde und braucht schnell etwas zu Essen und dann erstmal etwas Ruhe, bevor sie am Nachmittag unbedingt mit vertrauten Menschen eine
Runde an die frische Luft muss.
Anfang September stand für Mia Kindergarteneingewöhnung an. Davon erzählen wir euch im nächsten Blog.
Nun sollte es nicht mehr lange dauern bis das Baby geboren wird. Wir freuen uns alle sehr darauf.









































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