Freitag, 17. Oktober 2025

Lena wird 3 Jahre alt...

Im September lebten wir uns mehr und mehr wieder in Kambodscha ein und feierten Lenas dritten Geburtstag. Zuerst mit ihren Freunden auf dem Spielplatz...
 
 
 
 
...und dann bei der Konferenz zu ihrem tatsächlichen Geburtstag. 
 
 
 
 
Mia hat ihr eine schöne Karte mit Dinosaurier gebastelt und Zoe eine Katze. 
 
 
 
Kurz bevor wir zur Konferenz gefahren sind, ist uns eine kleine Katze zugelaufen. Lena war im Himmel. Leider ist sie weitergezogen, als wir für eine Woche nicht zu Hause waren. 
 
Lena bastelt nun immer lieber. 
 
Wenn Mama mit ihr einen Physiotherapieausflug machen möchte oder jemand besuchen will, jammert sie immer noch und will nicht mit. Wenn sie aber dann dort ist, ist sie meistens glücklich. Aber ein Ausflug allein mit Mama oder Papa ist ihr doch am Liebsten.
 
Sie beginnt nun, sich Lieder auszudenken und sang zum Beispiel "Es ist schön in Kambodscha". 
 
 
 
  
 
 
 
 
Mia hat sich gut wieder in der Schule eingefunden und nach zwei Wochen auch nicht mehr vor lauter Stress Bauchschmerzen gehabt. Morgens macht sie mit Papa nun Deutsch und lernt Schreibschrift schreiben. Nachdem sie dann eine Woche Ferien hatte, fand sie das Schulleben wieder sehr stressig. Wir müssen sie immer wieder ermutigen sich Zeit zu lassen und sich selbst keinen Druck zu machen. 
 
Sie liebt den privaten Malunterricht und produziert richtig schöne Gemälde. Lena und sie spielen sehr gerne Spiele. Manchmal auch zu zweit. 
 
 
 
 
Auch Zoe hat wieder angefangen mit dem Deutschunterricht und erstaunt Hanna immer wieder mit ihrer guten Grammatik. Auch sie stellt schöne Gemälde, aber auch andere gebastelte Sachen her. 
 
 
 
 
Die letzte Woche im September sind wir zu unserer jährlichen Teamkonferenz in den Nordosten Kambodschas gefahren. Dort angekommen haben wir einen freien Tag als Familie eingelegt und eine Bootsfahrt zu  Mekonginseln gemacht. 
 
 
 
 
 
Dann ging die Konferenz los. Leider ist Lena nicht mit Zoe und Mia zum Kinderprogramm gegangen, sondern wollte die ganze Zeit im Konferenzraum von Mama oder Papa bespasst werden.
Zoe und Mia haben dagegen das Kinderprogramm in vollen Zügen genossen.
 
 
 
 
Frühstück im Hotelzimmer
 
An einem Morgen haben wir mit dem kompletten Team einen Ausflug zu einem großen Wasserfall gemacht. 
 
 
 
 
 
 
Wir waren alle sehr traurig, dass wir wahrscheinlich nicht noch einmal als ganzes Team zusammen kommen werden, bevor wir zurück nach Deutschland gehen... 😢
 
Nach der Konferenz sind wir noch weiter in den Osten gefahren, damit Mama noch ein paar ihrer Patienten behandeln konnte. Die Mädels hatten währenddessen eine schöne Zeit mit Papa in der Provinzhauptstadt.
 
 
 
 
 
So sind wir manchmal mit dem Moped unterwegs: 
 
 
Außerdem haben wir am 14. September in einem leckeren Restaurant Opas 66. Geburtstag gefeiert. Er war leider nicht dabei, aber da er die Familie in Deutschlad zum Essen eingeladen hat, hat er uns Geld mitgegeben und uns das Geburtstagsmittagessen aus der Ferne spendiert. 
 
 
In Deutschland wird es nun kalt, doch bei uns beginnt die schönste Zeit des Jahres - jetzt beginnt die "kalte", trockene Zeit. Wir freuen uns darauf, dass nun bald die Regenzeit vorbei ist und hoffen, dass es dann wirklich kühl bleibt und wir viel Zeit draußen genießen können.
 

Dienstag, 30. September 2025

Unterwegs in zwei Welten im August...

Ein großer Höhepunkt im August war für uns als Familie der Schulanfang von Mia. Auch sie macht nun zusätzlich zur englischen Schule, wo sie nun in der 2. Klasse ist, wie Zoe morgens eine halbe Stunde Deutschunterricht. Wie schön, dass wir diesen neuen Schritt mit der ganzen Großfamilie, zusammen mit Mias Cousine feiern konnten. Neben chic machen, einer großen Zuckertüte und ganz viel Familie gab es auch eine Schatzsuche, eine Seifenrutsche und ganz viel leckeres Essen zu genießen. Ein Fest, an das wir auch in Zukunft voll Freude zurück denken werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
Ein weiterer großer Höhepunkt, worauf Zoe und Mia gespart und hingefiebert haben, war Reitunterricht. In Deutschland haben sie dafür auch Postkarten mit ihren Gemälden, die sie in Kambodscha mit einer Künstlerin gemalt haben, verkauft. Dadurch konnten sie noch mehr Reitunterricht nehmen als gedacht. Der Reiterhof wird von ganz lieben Leuten geführt, sodass sogar Lena einmal auf einem Pferd reiten durfte. 
 
 
 
 
 
Wie schön, dass im August nochmal schönstes Sommerwetter war, sodass wir noch an zwei Talsperren baden gehen konnten. Die Mädels durften auch noch mit den Großeltern Kartoffeln ernten und Apfelsaft machen. Sie haben es in vollen Zügen genossen, viel Zeit mit ihren Großeltern, Cousins und Cousinen zu verbringen. 
 
 
 
 
 
 
Und dann hieß es auch schon wieder Abeschied nehmen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Unsere Kinder leben in beiden Ländern gleich gern. 
 
Wir mussten mitten in der Nacht aufstehen und zum Flughafen fahren. Das war wirklich hart. In Helsinki hatten wir einen Zwischenstopp und waren von diesem kleinen, aber sehr schönen Flughafen total begeistert. Nach einem weiteren Stopp in Bangkok, sind wir am nächsten Morgen endlich in Kambodscha angekommen. Zoe und Papa hatten in der Nacht keine zwei Stunden geschlafen. Aber auch Mama, Mia und Lena hatten nicht viel mehr Schlaf. Da die Nacht davor auch schon sehr kurz war, waren wir dementsprechend fertig, als wir in Siem Reap ankamen und sind erstmal sofort nach unserer Ankunft schlafen gegangen. Nachdem wir uns zu Mittag, nach zwei Stunden, aus dem Bett gequält hatten, haben Mama und Papa am Nachmittag alle Koffer ausgepackt, während die Mädels selig mit ihren Spielzeugen spielten. 
 
 
 
Das war auch gut so, denn schon am übernächsten Tag haben wir bei uns zu Hause Abschied von unseren zwei Kurzzeitlern gefeiert.
 
 
 
Trotz des heftigsten Jetlags, den wir je hatten (für die ersten 1,5 Wochen brauchten die Mädels abends um die zwei Stunden, bis sie endlich schliefen), ging dann am Montag wieder die Schule los. In der ersten Schulwoche haben wir die Nachmittage einfach richtig entspannt zu Hause verbracht, um uns nicht zu überfordern, denn am Wochenende darauf (Donnerstagabend bis Sonntagabend) war Mama bereits in Phnom Penh für ihr erstes Coaching-Kurs-Modul. Mia hatte an dem Wochenende auch schon die erste Geburtstagsfeier von einem Klassenkameraden, wozu die ganze Familie eingeladen war. Davon sollten im September noch mehr folgen. 
 
 
 
Es ist interessant, wie jedes Kind den Übergang ganz unterschiedlich meistert. Lena hat immer wieder gefragt, wann wir die Oma wiedersehen oder wann unsere abgereiste Kurzzeitlerin zurück kommt. Wenn sie mit Mama in die Spielgruppe oder ins Dorf oder mit zu Papa ins Büro gehen sollte, schrie sie, weil sie das nicht wollte. Leider hat sie während der Zeit in Deutschland auch all ihr Englisch vergessen.
In Deutschland beim Kartoffeln ernten, sagte Lena: "Wir tun Kartoffeln suchen. Das ist wirklich viel Arbeit." Außerdem gewöhnte sie sich an "Nee" anstatt "Nein" zu sagen.
Zurück in Kambodscha hat sie sich mit ihrer Kinderschere einige Haarstähnen abgeschnitten. Wir haben sie überall im Haus gefunden, aber die Lücken sind Gott sei Dank nicht wirklich aufgefallen. 
 
 
Mia ist die, die ihre Trauer am meisten nach außen zeigt. Sie weint viel, weil sie Deutschland nicht verlassen will, weil sie Leute vermisst oder nicht in die Schule gehen will. Die ersten zwei Wochen mit der neuen Lehrerin waren für sie sehr anstrengend. Sie hatte oft Bauchschmerzen, weil sie sich so viel Druck machte. Außerdem hatte sie wieder deutlich mehr ihre Daumen im Mund. 
 
 
Zoe dagegen macht aus Abschieden und Umschwüngen kein großes Tam Tam. Da wo sie ist, ist sie ganz. Als Mia am ersten Schultag nicht in die Schule wollte, ermutigte Zoe sie damit, dass ihrer Meinung nach der erste Schultag der Zweitschönste im ganzen Schuljahr ist (für sie ist der letzte Schultag der schönste, wegen der Klassenparty), weil man da noch nicht viel macht. Zoe merkt man aber trotzdem an, dass sie den Umschwung anstrengend findet. Sie ist schnell gereizt, schreit herum oder bricht einen Streit vom Zaun. Ende August haben sich ihre Klassenkameraden verabredet gemeinsam online ein Spiel über eine App zu spielen, die von der Schule genutzt wird. Die Schule kommuniziert über diese App, die Schüler bekommen Punkte für gute Leistungen und es gibt auch Spiele, wo die Schüler ihren eigenen Charakter haben. So haben sich Zoe und drei Freunde an einem Abend für eine halbe Stunde online getroffen, um gemeinsam in dieser Online-Welt unterwegs zu sein. Sie hatte viel Spaß dabei. Das das so zeitig los geht, hätten wir nicht gedacht, aber glücklicherweise kam es seitdem nicht noch einmal vor... 😅

Zoe hat auf einem Zettel
aufgeschrieben,
was sie alles an Mia mag.
 
 
Nach dem turbulenten Übergang zurück nach Kambodscha, kehrte im September langsam wieder Alltag und Routine ein. Das war gut. Davon bald mehr...