Montag, 11. März 2019

Der erste Monat zurück in Kambodscha...

In Deutschland schneit es in manchen Gebieten noch. Wir schwitzen schon ordentlich. Letztens haben wir in unserer Küche 36°C gemessen.
Mia wächst und gedeiht. Nun ist sie bereits vier Monate alt.


Sie kann sich nun allein auf den Bauch drehen und bekommt immer mehr Ausdauer beim liegen in der Bauchlage.



Außerdem greift sie gezielt nach Dingen und steckt sie in den Mund. 
Der Mund juckt weiterhin ständig. Die Zähne sind definitiv auf dem Weg. Wir sind gespannt, wann sie heraus kommen. Sie genießt es nun auf dem kühlen Beißring aus dem Kühlschrank herum zu beißen.
Leider war das Schlafen eine echte Herausforderung. Tagsüber schlief sie oft nur 30 min am Stück und war dadurch ständig müde und viel weinerlich. Nachts schlief sie trotzdem fast immer sehr gut. Einmal schlief sie sogar komplett durch. Nur wenn Mama fremde Gewürze, Zwiebel oder Knoblauch isst, tut der Bauch weh und hält sie vom Schlafen ab.
Auch ihre erste Erkältung hat sie erfolgreich überstanden.
Wenn man das Gesicht über sie hält, liebt sie es zu betasten. Wenn man dann auch noch mit ihr redet, ist sie überglücklich und belohnt einen mit einem "agüh". Wenn man sie am Kinn, Hals oder Bauch kitzelt lacht sie.
Sie probiert nun auch aus, was sie mit ihrer Stimme machen kann und kreischt manchmal ganz schön laut.


Bei der Hitze ist Baden eine Wohltat. Sowohl in der Badewanne als auch im Pool.


Jeder möchte sie gerne einmal halten - ob alt oder jung.



Zoe und Mia genießen es meist zusammen zu sein.





Nur wenn Mia so kurz schläft und dann ständig wieder ins Bett gebracht werden muss, weil sie so müde ist, nervt Zoe das ziemlich.
Wenn Zoe zu überschwänglich in ihrer Liebe zu Mia ist, müssen wir sie vor ihr beschützen, sonst bringt Zoes Liebe Mia zum weinen.
Wenn Mia wach wird, geht Zoe oft sofort zu ihr, um ihr zu sagen, dass Mama gleich kommt und sie aus dem Bett holen wird.



Zoe hat uns letzten Monat oft an den Rand unserer Weisheit und Geduld getrieben. Sie hat sich unmöglich verhalten und sagte selbst: "Ich habe nur Nein im Herzen." Ihr fiel die Umstellung nach Kambodscha sehr schwer. Sie wollte niemanden sehen. Nur mit unseren deutschen Freunden und deren Kindern traf sie sich gerne.




Wir sind dankbar, dass unsere kambodschanischen Freunde und Nachbarn ihr nichts nachtragen, sondern weiterhin freundlich mit ihr umgehen.
Beim viertägigen WEC Kambodscha-Teamtreffen in der Hauptstadt fühlte sie sich überaschenderweise sehr wohl mit den Kindern unserer Teamkollegen. Besonders ein Junge hat es ihr angetan. Am Liebsten wäre sie die ganze Zeit mit ihm zusammen gewesen, doch er wollte auch etwas Zeit mit den Kindern in seinem Alter verbringen. Er ist schon 9 oder 10 Jahre alt.
Anfangs war Zoe beim Schwimmen noch etwas vorsichtig, doch nun ist die wieder wild wie eh und je.


So kratzbürstig und ungehorsam wie sie im letzten Monat war, so lieb kann sie auch sein. Sie sagte sehr oft "Mama, Papa und Mia, ich habe euch lieb!" Auch sie musste uns so einiges Fehlverhalten verzeihen.


Um die ganze Anspannung immer wieder aufzulockern, machten wir Ausflüge und aßen leckeres Essen.








Nun hoffen wir, dass es im März deutlich weniger Geschrei gibt in unserem Zuhause und sich Zoe wieder wohler fühlt.


Freitag, 15. Februar 2019

Eine GROßE Veränderung

Im Januar waren wir beschäftigt mit packen und saubermachen bis wir endlich am 26. soweit waren, um nach Kambodscha zurück zu fliegen. Die Nerven lagen dabei bei allen Familienmitgliedern manchmal ganz schön blank. So eine große Veränderung muss erst einmal verkraftet werden.



Mia ist drei Monate alt

Bevor wir "Tschüss Deutschland" sagen konnten...


...gab es noch etliches zu erledigen, zum Beispiel viele Impfungen abzuholen.
Ganz nebenbei hat Mia noch das Drehen auf die Seite gelernt. Sie bevorzugt es über die rechte Seite, kann es aber auch über links, wenn es sein muss. Auch in Rückenlage dreht sie sich wie der Uhrzeiger auf dem Uhrenblatt. Kein Wunder, dass es bei all den Veränderungen innen und außen mit dem Schlafen tagsüber nicht mehr so recht klappen wollte. Am Besten ging es immer noch in der Trage ganz geborgen an Mamas oder Papas Brust. Nachts schlief Mia trotzdem gut.
Am 30. Januar dachten wir schon, dass Mia ihren ersten Zahn bekommen hätte. Bis heute wissen wir nicht was die weiße, harte Spitze in ihrem Mund gewesen sein soll. Der Eckzahn aber wahrscheinlich nicht... oder doch? Sie ist auf alle Fälle wieder verschwunden. 😲😊 Trotzdem juckt es ordentlich im Mund. Am Besten müssen alle Finger auf einmal hinengesteckt und darauf gekaut werden. Auch die Spucke läuft permanent. Trotzdem verzauert ihr Lächeln. 😍




Der Abschied von der Familie ist sehr schwer gefallen.





Zoe hat die letzten Woche mit den Großeltern und Cousins und Cousinen noch einmal sehr genossen.







Nach einer sehr abendteuerlichen Fahrt im Winterchaos zum Flughafen...


...machten wir uns auf die Reise.






Obwohl wir zweimal umgestiegen sind, von Haustür zu Haustür ca. 29 Stunden unterwegs waren und Zoe während des letzten Fluges Fieber bekam, ging alles sehr gut. Mia und Zoe haben super mitgemacht.

Zoe hat sich sehr auf Kambodscha gefreut, als wir Fotos und Videos von ihren ersten Lebensjahren angeschaut haben. Doch als wir ankamen, stellte sich heraus, dass ihr alles fremd war und sie sich an nichts erinnerte. Sie vermisst das Leben in Deutschland und die liebgewonnenen Leute sehr.
Wie gut, dass sie nun ihre Schwester hat, die überall mit ihr hingeht.





Am Besten tut es ihr derzeit, wenn wir einfach mit ihr zu Hause bleiben, Ausflüge als Familie machen oder Zeit mit unseren deutschen Freunden und deren Kindern verbringen.
Sie liebt Musik und fängt meist sofort an zu tanzen, wenn sie welche hört, die ihr gefällt. Auch Hörspiele begeistern sie.
Außerdem kam der letzte fehlende Backenzahn durch. Nun ist ihr erstes Gebiss vollständig. 😁
Zoe achtet nun peinlichst darauf, dass ihr IKEA-Plastikgeschirr und -besteck die gleiche Farbe hat. Ein blauer Becher und ein gelber Teller??? 😲 Das geht gar nicht. 
Wenn man ihr eine Freude machen möchte, baut man ihr einen Kletterkreis auf.


Übrigens haben wir es trotz allem Packstress noch geschafft, Schlittschuhlaufen zu gehen.



Nun sind wir also wieder nur zu viert - weit weg von unseren Familien, aber umgeben von tollen Freunden, die hoffentlich auch bald von Zoe wieder als Freunde bezeichnet werden.