Freitag, 7. September 2018

Dankbar


Wir schauen dankbar auf den letzten Monat zurück. Zoe hat die weite Reise von Siem Reap nach Deutschland verhältnismäßig gut überstanden und teilweise sogar genossen. Nur, dass sie trotz großer Müdigkeit bei der Landung im Flugzeug auf ihrem eigenen Sitz sitzen muss und nicht mehr bei Mama auf den Schoß darf, fand sie echt zum schreien. Trotzdem freut sie sich schon wieder auf den nächsten Flug, wenn das Baby endlich da ist.


Als wir in Deutschland ankamen fing sie an so stark zu stottern, dass sie manchmal kaum ein Wort herausbrachte. Das hat sie sehr frustriert. Gott sei Dank, hat sich das gelegt und ihre Sprachfähigkeit hat anschließend wieder einen großen Sprung gemacht. Sie erzählt so viel in ganzen Sätzen, dass wir sie manchmal bitten ruhig zu sein, dass wir uns auch mal unterhalten können. Sie stellt nun Warum-Fragen und beginnt diese auch zu beantworten.

Fast täglich sagt sie: "Hier gibt es so viele tolle Spielplätze!" Bisher hatten wir hier immer einen Spielplatz, entweden direkt auf dem Grundstück, oder gleich daneben und sind dementsprechend viel dort.
Zoe ist ein richtiger Draufgänger. Letztens sagte eine Oma, die neben Hanna auf der Bank saß: "Der junge Vater (Danilo) lässt das kleine Mädchen aber ganz schön hoch schaukeln..." Es geht nicht hoch genug für Zoe. Selbst mit der Seilbahn fährt sie schon allein und es kann nicht schnell genug sein.








Wir sind sehr dankbar, dass sie weniger schüchtern ist als in Kambodscha und es ihr nichts auszumachen scheint, ständig mit neuen Kindern zu spielen, wenn wir uns mit Leuten treffen. Sie scheint es sogar zu genießen und fragt selbst an den Tagen, die wir nur als Familie Zeit verbringen, wie die Kinder heißen, die sie heute treffen wird.
Nur das Einschlafen abends ist nach wie vor eine Herausforderung. Allerdings kam letztens der erste Backenzahn durch. Vielleicht machen ihr neben all dem unsteten Leben auch die Zähne zu schaffen?

Nun dauert es auch nicht mehr lange bis das Baby kommt. Ende Oktober ist es soweit.



Freitag, 3. August 2018

Vorerst letzter Monat in Kambodscha

Ausflug in Siem Reap

Der Juli war voll mit Menschen - wir waren neun Tage bei unserer Teamkonferenz und hatten auch danach viel Besuch oder haben Leute besucht, um uns zu verabschieden. Das war ein bisschen zu viel für Zoe. Am allerliebsten möchte sie gerade die ganze Zeit getragen werden. Außerdem hat sie einen hartnäckigen Husten, der sie nachts oft wach macht und manchmal auch wach hält. 😓

Ruhige Minuten während der Konferenz

Zoe genießt die Zeit mit den Kindern
unserer Teamkollegen

Wasserspaß am freien Tag während der Konferenz




Erfreut haben wir uns am Regen, der diesen Monat reichlich gefallen ist und wodurch es sich immer wieder "abgekühlt" hat. Allerdings mussten wir deshalb auch häufig unsere Regencapes rausholen, um beim Mopedfahren nicht komplett nass zu werden.
Zoe genießt es mit ihren Gummistiefeln durch die Pfützen zu waten.



Unsere Straße ist nun betoniert. Jetzt kann Zoe sogar vor dem Haus Laufrad fahren - zumindest so lange bis die Straße noch teilweise gesperrt ist. Anschließend wird der Verkehr sicher rapide zunehmen. 😟



In den letzten Wochen haben wir drei neugeborene Babys besucht. Außerdem haben wir eine kleine Katzenfamilie auf dem Nachbardach wohnen, die uns viel Freude bereitet. Zoe freut sich darauf, dass "ihr" Baby auch bald raus kommt. 😄


 



Wir haben viel zu Staunen und zu Lachen, wenn wir Zoe zuhören. Sie fragt nun oft "Mama dommst du?" oder sagt "Papa duck mal!" Sie kann "Bitte!" und "Danke!" sagen, wenn sie will und letztens hat sie sich mit ihrer Puppe an die Tür gestellt und gesagt: "Duck mal Püppie, es regnet." Sie "liest"  nun auch ihre englischen Bücher, natürlich mit sächsischem Akzent... 😊 Woher sie den wohl hat? 😅

Montag, 2. Juli 2018

Riesen Schritte


Wir haben das Gefühl, dass ein zweijähriges Kind ganz anders ist als ein Einjähriges. Es ist unglaublich, wieviel Zoe nun versteht und sich auch ausdrücken kann. Kein Wunder, dass bei so viel Veränderung und Fortschritt die Gefühle manchmal verrückt spielen und nur noch schreien hilft.

Besonders beim Sprechen merken wir die Fortschritte. Wir sind immer wieder verblüfft, wenn sie mit uns in ganzen Sätzen redet, wenngleich der Satzbau natürlich noch nicht perfekt ist. 😊
Letztens als Danilo niesen musste, sagte sie zu ihm "Niesbär". 😄

Wenn wir ihre Lieblingsbücher vorlesen, kann sie nun schon Sätze vervollständigen, auch in Englisch.

Bevor die geschäftigen Wochen, wo wir viel für Deutschland vorbereiten müssen, los gehen, sind wir noch einmal für ein Wochenende weggefahren und haben entspannte Zeit als Familie genossen.







Wir haben außerdem genossen, dass es ein paar Nächte gab, wo sie acht Stunden am Stück durchgeschlafen hat.

Im Juni haben wir auch mit den Mitarbeitern von Bridge of Hope einen zweitägigen Ausflug gemacht. Zoe fand die Busfahrt und das Unterwegssein super.













Tagsüber ist sie nun überwiegend ohne Windel unterwegs und sagt meistens, wenn sie auf Toilette muss. Wenn sie jedoch sehr in ihr Spiel vertieft ist, wir unterwegs sind oder wir Besuch haben und sie zu schüchtern ist, um uns zu sagen, dass es dringend ist, dann fragen wir sie einfach häufiger, dass es nicht "in die Hose geht". 😊

Außerdem klappt es nun schon ein bisschen mit dem Laufrad fahren.

Nun sind es noch fünf Wochen bis wir in Deutschland landen. Wir freuen uns schon sehr auf euch und reden viel darüber, wen wir alles treffen und was wir alles machen werden...

Dienstag, 5. Juni 2018

Zwei Jahre alt


Unglaublich, aber wahr - Zoe konnte bereits ihren 2. Geburtstag feiern und das taten wir mit Zoes kleinen Freunden.




Auch sonst war der letzte Monat sehr schön für Zoe. Da es Mama schwangerschaftsbedingt nicht so gut ging, konnte sie viel mit Papa unterwegs sein.



Es gab viele Feiertage, wo wir uns mit lieben Freunden treffen konnten und kleine Ausflüge gemacht haben.





Aber auch zu Hause wurde es nicht langweilig, denn in unserer Straße wurden Abwasserrohre verlegt. Nun wird die Straße (hoffentlich) bald betoniert.



Beim Mopedfahren sind wir nun voll ausgerüstet. Zoe behält die Maske auf und ist nun besser geschützt gegen den Staub.


Sie isst nun Joghurt und Suppe mit dem Löffel und will sowieso alles selber machen. Wenn ihr nicht schnell genug die Worte kommen, wedelt sie ganz aufgeregt mit den Armen.
Auch Reißverschlüsse sind kein Hinderis mehr für Zoe. Die öffnet sie nun problemlos.
Hat sie eine kleine Wunde, die etwas brennt, sagt sie "Ameis", weil es weh tut, wie wenn einen eine Ameise anpinkelt.
Sie beginnt nun auch andere nachzuahmen und erinnert sich daran, was sie gesagt, oder getan haben, selbst wenn sie nicht mehr da sind.

Unglaublich, wie schnell die letzten 2 Jahre vergangen sind. Sie waren sehr schön und doch auch mit sehr viel Arbeit verbunden. Wir sind froh, das gebührend gefeiert zu haben.